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4 Missverständnisse über Meditation

In Meditation für Anfänger

Missverständnisse über Meditation

Der Meditierende ist introvertiert

Wenn man Zeit damit verbringt, still zu sitzen und gar nichts zu tun, muss man doch ein langweiliges Leben haben und ganz schön introvertiert sein. Dieses Bild von einem Menschen, der regelmäßig meditiert, haben sicher einige von uns! 

Das Gegenteil ist der Fall! Egal wie aufgeregt dein Leben ist und wie gerne du dich aktiv engagierst, eine tägliche meditative Pause bringt mehr Klarheit und kanalisierte Energie in all dein Tun. Meditation zentriert dich und regeneriert dein Gemüt, so dass du dich 100%ig in dein Leben einbringen kannst. Zusätzlich wird eine resultierende positive Aura deine Beziehungen zu anderen beflügeln und deine Kreativität kann sich aus deinem Inneren entfalten. So bleibt das Leben stets neu und abwechslungsreich!

 

Yoga ist eine Voraussetzung um meditieren zu können

Bevor ich meditieren kann, muss ich erstmal Yoga machen. Yoga enthält Elemente des Meditierens und hat durch seine Bekanntheit nicht zuletzt auch den Begriff des Meditierens neu geprägt. Genau genommen ist Yoga eine Wissenschaft, die im ursprünglichen Sinne das gleiche Ziel hat wie das Meditieren, nämlich die Erleuchtung. Allerdings führt der Weg beim Yoga über Disziplin und das Beherrschen von Körper und Geist, während Meditation auf direktem Wege über Körper und Geist hinausführt. Beide können komplementär betrachtet werden: Yoga kann den Körper und Geist in Einklang bringen und somit eine ideale Basis für das Meditieren bilden. Allerdings ist Yoga keine Voraussetzung für das Meditieren. Wenn der Körper auf andere Art gesund gehalten und mit dem Geist zusammen zur Ruhe gestellt werden kann, ist Meditation möglich.

 

Um zu meditieren muss man spirituell angehaucht sein und Räucherstäbchen anzünden

Meditierende haben doch immer esoterische, weltfremde Neigungen und außerdem muss man bestimme Dinge tun, die irgendwie überholt scheinen. Meditation wurde in unsere westliche Welt bisher durch bestimme Traditionen bzw. Religionen überbracht und verbreitet. So wird Meditation heute oft mit den Ausdrucksformen dieser Systeme assoziiert.

Auch wenn diese Systeme durchaus sinnvoll sind - wer meditieren möchte, muss keinem System und keiner Tradition folgen, sondern kann das direkt hier und jetzt machen! Meditation ist neutral und individuell. Besonders zu Beginn aber auch nach langjähriger Praxis ist allerdings eine gewisse Guidance notwendig, um auf den Weg zu uns selbst zu kommen und zu bleiben. Geführte Meditationen sind der ideale Einstieg in die Meditation und auch später empfiehlt es sich, seine Meditationstechniken immer mal wieder zu ändern.

Derjenige, der wirklich auf seine innere Reise gehen möchte, wird sich früher oder später von Systemen und Dogmen aller Art lösen und ganz sich selbst folgen. 

 

Ich muss meinen Lebensstil aufgeben und in die Berge ziehen

So wie die Mönche in den Weiten des Himalayas leben und sich dem gesellschaftlichen Leben entsagt haben, muss doch jeder ernsthaft an Meditation Interessierte früher oder später seinen Lebensstil aufgeben und fromm werden. Wirklich?

Absolut nicht! Wir sind in dieser Welt, nicht um uns ihr zu entsagen, sondern um sie in allen Farben zu erleben. Wir leben in einer Großstadt, gehen zur Arbeit, treffen uns auf Dinner & Wein, ernähren unsere Familie, feiern die ganze Nacht, mögen schöne Autos – all das muss sich durch Meditation nicht ändern. Wenn wir anfangen zu meditieren, machen wir all das, was wir vorher auch gemacht haben lediglich die Qualität wie wir es machen, wird sich ändern. Wir leben bewusster und kraftvoller. Meditation erweckt unser wahres Ich, so dass wir mehr im Einklang mit uns selbst leben, so wie wir es eigentlich wollen. Mögen wir Komfort und Luxus, werden wir in Komfort und Luxus meditieren. Auf einer Holzbank zu schlafen, bringt uns nicht schneller zur Erleuchtung. Im Gegenteil, es würde uns müde machen. Das Leben zu vereinfach und auf das Wesentliche zu reduzieren ist zwar hilfreich für jegliche Art von Selbsterkenntnis, allerdings brauchen wir auch die Konfrontation mit der Gesellschaft um aus uns selbst zu lernen. Es gab schon Suchende, die in vielen Jahren der Isolation wunderbar still und scheinbar weise geworden sind, die aber zurück in der Gesellschaft in dieselben alten Muster gefallen sind. Die Kunst ist es eine meditative Haltung in unser tägliches Leben zu bringen und durch die Konfrontation mit dem Täglichen zu wachsen und unser Selbst zu polieren.

 

 

Wir hoffen dir ein paar Vorurteile über Meditation genommen zu haben und wünschen dir einen realistischen Ausblick! Lebe mit uns einen neuen Meditations-Lifestyle!