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4 Formen von Stille

In Meditationstechniken

Formen von Stille

 

Während deine Meditationspraxis voranschreitet, beginnt sich eine selige Stille in dir auszubreiten. Um zu verstehen, was Stille wirklich ist, können wir das Beispiel von Licht und Dunkelheit betrachten. Licht und Dunkelheit erscheinen als Gegensätze auf den ersten Blick, sind aber eigentlich Zustände einer einzigen Dimension. Licht ist, wenn du diese Dimension wahrnehmen kannst, während Dunkelheit die Abwesenheit von Licht ist, jedoch keine andere Einheit in sich selbst. Du kannst eine Leuchtquelle in einen dunklen Raum bringen und Dunkelheit ist nicht mehr. Somit sind beide von der gleichen Dimension. Bewegung und Stille dagegen sind zwei verschiedene Dimensionen. Die erste Dimension ist Bewegung, ob groβ oder klein. Wenn du genau hinschaust, erkennst du, dass die ganze Welt nichts anderes als Bewegung verschiedener Elemente ist. Dein Körper, Verstand und der Rest deines inneren Wesens ist in konstanter Bewegung. Tatsächlich nehmen wir nur Dinge wahr, die sich bewegen, ob subtil oder grob. Unser Körper erfährt die gröbste Bewegung und unser Wesen die subtilste. Alle sind verschiedene Zustände der gleichen Dimension. Mit diesem Hintergrund können wir die zweite Dimension verstehen, Stille. Stille ist nicht nur die Abwesenheit von Bewegung in irgendeiner Art, vielmehr ist es Energie in seiner reinsten, unmanifestierten Form.

 

Während also deine Meditation reift, wirst du folgendes erleben:

 

1. Stille des Körpers

 Der Körper existiert in der Dimension Bewegung, ob du diese wahrnehmen kannst oder nicht. Mit wachsender Ruhe des Körpers, verlangsamt sich seine Maschinerie. Der Körper wird ruhiger und ruhiger, bis es fast keine Bewegung mehr gibt. Etwas Bewegung bleibt, da der Körper nicht aus dieser Dimension entfliehen kann. Aber du kannst es! Einen stillen Körper zu haben ist nicht das Ziel beim Meditieren und wird zu nichts Signifikantem führen. Vielleicht hast du schon mal von traditionellen yogischen Praktiken gehört, durch die alle Bewegung des Körpers bezwungen und komplette Kontrolle über ihn erreicht werden kann. In diesem Zusammenhang gibt es Yogis, die sogar ihren Herzschlag anhalten können und es gibt Straßenartisten, die über Stunden in einer  Position innehalten können. Für jene ist es das Ziel, den Körper zum Stillstand zu bringen, für den Meditierenden jedoch ist das nur der Anfang um zu subtileren Ebenen vordringen zu können.

 

2. Stille des Verstandes

Auf der Basis eines stillen Körpers kann der Meditierende seine Aufmerksamkeit auf die Aktivität seines Verstandes lenken und dabei neue Erkenntnisse über seine Funktionsweise gewinnen. Vielleicht genießt er es, seine abstrusen Strömungen zu beobachten oder er geht sogar einen Schritt weiter und versucht seinen Verstand zu beruhigen und ihm einen geordneten Platz zuzuweisen. Der Meditierende aber bleibt in der Dimension Bewegung, da der Verstand nur in dieser existiert. Jeder, der versucht zu meditieren, fragt sich: Wie kann ich mein Denken stoppen? Nur wenn sich die Bewegung des Verstandes einstellt, kann das Denken stoppen. Andernfalls setzt sich der Denkprozess stets fort und wir können nicht erwarten, dass unser Denken einfach aufhört. Während die Aktivität des Verstandes sich beruhigt, erwächst eine neue Art von Stille aus dir.

 

3. Stille des Herzens

Hier manifestiert sich Bewusstsein in noch subtileren Formen. Der Körper ist still, der Verstand ist still und langsam beruhigen sich auch all deine Emotionen, Gefühle, Verbindungen zu externen Objekten und anderen Menschen. Du hast Distanz zu den Dingen, bist weniger identifiziert. In diesem Zustand beginnst du zu erkennen, wer du wirklich bist. Es gibt noch immer ein ‘Ich’, somit gibt es noch immer etwas Bewegung, allerdings auch viel Stille. Es klingt paradox, aber wahr.

 

4. Die vierte Form

Es gibt in dieser Form kein ’Ich’ mehr. Du hast die Dimensionen der Bewegung hinter dir gelassen und bist eins mit der Stille. Auf diesem Level ist alles ummanifestierte Energie. Nach traditioneller östlicher Weisheit hat dieser Zustand keinen Namen. Daher ‘vierte’ Form. Es macht nicht viel Sinn über diese Dimension zu sprechen, da jede Erklärung nur zu Annahmen führt, die deine eigene Erfahrung beeinträchtigen können.

 

 

Dein Weg in Stille

 

Erlebe deine eigene innere Stille mit dem Meditation Easy Programm. Jede der 30 Meditationstechniken ist ein einzigartiger Weg, verschiedene Formen von Stille kennenzulernen und innere Stille nachhaltig zu spüren.

 

 

 

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